Stegmodul

Übersicht

Mit dem Stegmodul lassen sich verschiedene Prothesen entwickeln, von präparierten Zahnkronen und Brücken bis hin zu implantatgestützten verschraubten Abutments oder maßgefertigten Abutments. Das Modul erlaubt die Umsetzung verschiedener Stegformen und benutzerspezifische Stegprofile. Darüber hinaus bietet es die Möglichkeit, Attachments zu platzieren und Retentionspfeiler zu entwickeln.

Um mit dem Stegmodul arbeiten zu können, muss die dentale Datenbank korrekt und vollständig sein. In Bar pillars [1] (Stegpfeiler) wird angezeigt, wo die Abutments/Implantate sich befinden. In Bar segments [2] (Stegsegmente) werden die Verbinder zwischen den Pfeilern angezeigt.

Bar DB1a.png
WarningDiese Dokumentation ist noch in Arbeit und nicht vollständig. Sie deckt noch nicht alle Funktionalitäten des Stegmoduls ab.


Tastaturbefehle

Hotkey Mausinteraktionen & Tastaturbefehle im Stegmodul

Sie können die Kontrollpunkte bewegen, indem Sie sie mit gedrückter linker Maustaste auf die gewünschte Position ziehen. Sie können alternativ auch die Pfeilsymbole am Kontrollpunkt zum Bewegen desselben verwenden.

Strg+Klick Kontrollpunkt hinzufügen
Punkt ziehen + Rechtsklick Kontrollpunkt entfernen
Shift+ziehen Kontrollpunkt mit Nachbarpunkten bewegen
Strg+ziehen Kontrollpunkt und seine weiteren Nachbarn bewegen
Strg+Shift+ziehen ALLE Punkte bewegen (unter Verwendung des Einfügen-Menüs)
Klick auf Pfeil Aktivieren der automatischen Platzierung von Kontrollpunkten. Halten Sie <Shift>, <Strg> oder beides gedrückt, um die Aktivierungsmöglichkeiten zu erweitern.


Profil auswählen

Wenn Sie sich in der Stegdesign-Ansicht befinden, öffnet sich ein Fenster zur Auswahl des Profils:

Wählen Sie das gewünschte Profil aus dem Dropdown-Menü Typ [1] aus.

Standardmäßig wird das ausgewählte Profil auf den gesamten Steg angewendet. Indem Sie Apply to selection (auf Auswahl anwenden) auswählen, können Sie andere Profile nur auf das ausgewählte Stegsegment anwenden (dargestellt in lila mit gelber Umrandung). Um ein Segment auszuwählen, klicken Sie dieses an. Sie können die Profileinstellungen ändern, indem Sie den Expander Profile Parameters (Profilparameter) ausklappen. In diesem Bereich können Sie die verschiedenen Bereiche des Stegs anpassen, um die gewünschte Stegform zu erreichen. Falls Sie eine Form erzeugen, die Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nutzen möchten, klicken Sie auf Save [3] (Speichern). Sie können Ihr Stegdesign nun benennen und speichern. Es wird künftig in der Dropdowm-Liste Typ [1] (Typ) angezeigt.

BarProfile-PIC.png

Sobald Sie die ersten Einstellungen gemacht haben und das Wizard-Fenster Bar Design (Stegdesign) erreichen, erscheint das Fenster Profiles (Profile). In diesem Fenster sehen Sie den Bereich Select Profile (Profil auswählen). Hier können Sie aus der Dropdown-Liste Type [1] (Typ) den Profiltyp auswählen. Im Menü Profile parameters [4] können Sie die Stegbereiche verändern, um die gewünschte Form zu erreichen. Falls Sie die erstellte Form wiederverwenden möchten, klicken Sie auf Save [3] (Speichern). Ihr Profil wird nun gespeichert und Sie können es individuell benennen. Es taucht dann in der Profiltypliste Type [1] auf und kann zukünftig dort ausgewählt werden. Um zu den gespeicherten Profilen zu gelanden, klicken Sie auf Folder [2] (Ordner). Mithilfe der Options [5] (Optionen) können Sie ein Profil auf einen Steg oder ein Stegsegment anwenden. Sie können das Profil auch später erneut anwenden, falls Sie einen Fehler in der Konstruktion machen.

Falls Sie ein eigenes Profil erstellen möchten, finden Sie eine Anweisung dafür hier: Erweiterung der Stegprofilbibliothek


TipEin Stegsegment wird lila mit gelber Umrandung dargestellt.


Wizard: Stegdesign

Hier sehen Sie drei Tabs: Profile (Profil), Advanced (Erweitert) und Att..

Im Tab Profile stehen viele Funktionen zur Verfügung:

Bars and Pillars [1] (Stege und Pfeiler): Anpassung von Stegen und Pfeilern gleichzeitig.

Bar only [2] (Nur Steg): Anpassung des Steges.

Pillars [3] (Pfeiler): Anpassung der Pfeiler.

Borders [4] (Begrenzungen): Anpassung der Begrenzungen.

[5] Hier sehen Sie eine Vorschau des Ergebnisses unter Anwendung Ihrer Änderungen an der Prothese.

[6] Die Aktivierung dieser Checkbox ermöglicht Ihnen die Verwendung von Begrenzungen um die Implantate herum. So wird zusätzlicher Platz in der Papille um das Implantat / den Zahn herum gewonnen.

[7] Die Aktivierung dieser Checkbox erlaubt Ihnen die Verwendung der erweiterten Profileinstellungen. Siehe dazu den Abschnitt Profilbearbeitung.

Auxiliary Planes [8] (Zusätzliche Ebenen)

Insertion Axis [9] (Einschubachse): Einschubachse für den Sekundärrahmen, der über den Steg gelegt wird. Diese Achse kann in abhängig von der Ansicht in den Modelleinstellungen verändert werden und wird angezeigt, wenn die entsprechende Checkbox aktiviert ist.

Set point on [10] (Punkt setzen auf): Platzieren Sie Punkte auf dem Modell oder einem anderen Mesh.

Height offset sliders [12] (Höhe Offset-Slider): Stellen Sie die Neigung der Ebene ein oder richten Sie sie parallel aus, weiterhin können Sie die Offset-Menge einstellen.

Locks [11]: Im Rahmen der Anpassung von Offset-Werten können diese Buttons aktiviert (Wert wird geschützt) oder deaktiviert werden (Wert wird nicht geschützt).


Benutzerdefinierte Profile erstellen

Um Ihr eigenes Profil zu erstellen, können Sie bereits existierende Profile als Vorlagen verwenden und die enthaltenen Parameter entsprechend verändern, sodass eine neue Form entsteht. Klicken Sie dann auf "Save" (Speichern).

TipWenn Sie das neue Stegprofil im Verzeichnis DentalCADApp\library\bar unter einem Namen Ihrer Wahl, aber zwingend mit der Endung .barProfile abgespeichert haben, taucht es beim nächsten Start der Software in der Profilliste auf.

Wenn Sie ein Profil erstellen möchten, für das Sie keines der vorhandenen Profile als Vorlage verwenden können, folgen Sie den Anweisungen in Abschnitt Erweiterung der Stegprofilbibliothek.

Ebenen

Ebenen helfen Ihnen bei der Positionierung von Kontrollpunkten. Die Ebenen werden angezeigt, wenn Sie die Checkbox Show plane (Ebene anzeigen) im ersten Tab aktivieren.

Es gibt zwei Ebenen:

  • Referenzebene (grün): Diese Ebene wird verwendet, um die Oberseite des Stegs zu bearbeiten.
  • Zusätzliche Ebene (gelb): Diese Ebene verläuft parallel zur Referenzebene, befindet sich aber auf Höhe des gerade ausgewählten Kontrollpunkts. So können Sie den Höhenunterschied zwischen dem gerade ausgewählten Kontrollpunkt und der Referenzebene gut sehen.

Sie können die Inklination der Ebenen ändern, indem Sie den grünen Punkt oben am Steuerungspfeil in die Mitte der Ebene ziehen. Sie können die Höhe der Referenzebene auf die Höhe eines bestimmten Kontrollpunkts ziehen, indem Sie einen Doppelklick auf den Kontrollpunkt ausführen. So wird die grüne Ebene exakt auf die gelbe Ebene bewegt.

Sie können die Ebenen sichtbar machen, indem Sie die entsprechende Checkbox aktivieren. Im Pulldown-Menü Define plane (Ebene festlegen) können Sie die Ebene zurücksetzen oder per Mausklick eine Ebene mit 3 Punkten definieren. Daraufhin öffnet sich das Fenster Auxiliary planes (Zusätzliche Ebenen).
Bite Splint Wizard Bottom PIC.png
TipDie Referenzebene (grün) liegt normalerweise höher (okklusal) als die zusätzliche Ebene (gelb), die der Steghöhe entspricht.
TipVerwechseln Sie die Referenzebene nicht mit der okklusalen Ebene. Im Normalfall setzen Sie die Referenzebene parallel zur okklusalen Ebene, aber wesentlich tiefer.

Verwendung der Kontrollpunkte

Kontrollpunkte können so miteinander verbunden werden, dass alle auf sie angewendeten Aktionen (z.B. Bewegen) beide Punkte gleichzeitig betreffen, etwa um sie an der Referenzebene auszurichten. Kontrollpunkte können auch mit der Referenzebene an sich verbunden werden, wenn die Ebene sichtbar ist.

Standardmäßig lassen sich alle Kontrollpunkte unabhängig von ihren Nachbarpunkten bewegen:

Bar-controlpoints-free.png

Durch Klicken auf die cyanfarbenen Pfeile, die auf die Nachbarpunkte des ausgewählten Kontrollpunkts zeigen, können Sie die Höhe des Kontrollpunkts mit der Höhe seines Nachbarpunkts verbinden:

Bar-controlpoints-linked.png

Sie erkennen die Höhenverbindung von zwei Kontrollpunkten an der dunkelblauen Farbe des Pfeils. Das Segment zwischen den Kontrollpunkts ist nun parallel zur zusätzlichen Ebene.

Durch Klick auf einen der grünen Pfeile können Sie den ausgewählten Kontrollpunkt mit der Referenzebene verbinden. Dies ist nur möglich, wenn die Anzeige der zusätzlichen Ebenen [8] aktiviert ist.

Bar-controlpoint-snapped.png

Dass der Kontrollpunkt mit der Ebene verknüpft ist erkennen Sie am grünen Kreis um den Punkt.


Einschubachse des Stegs einstellen

Standardmäßig ist die Einschubachse orthogonal zur Referenzebene. Falls Sie die Neigung der Ebene ändern, verändern Sie gleichzeitig auch die Einschubachse entsprechend.

Falls Sie dies nicht möchten, deaktivieren Sie die Checkbox "Use plane" (Ebene verwenden) in der Box "Insertion axis" (Einschubachse) im ersten Tab. Rotieren Sie dann die Ansicht so, dass Sie aus der gewünschten Einschubrichtung auf das Design blicken. Klicken Sie dann auf "Set from view" (Nach Ansicht setzen). Ein blauer Pfeil zeigt die neue Einschubachse.

Auswirkungen der Einschubachse auf die Pfeilerform

Standardmäßig haben Pfeiler eine zylindrische Form und sind an der Implantatachse ausgerichtet. Sie können diese Einstellung ändern, indem Sie den Pfeiler durch das Setzen einer Linie in zwei Bereiche unterteilen: Ein Bereich entspricht der Implantatachse und ein Bereich folgt der Einschubachse (das bedeutet, dass dieser ausgeblockt wird).

So legen Sie die Abgrenzungslinie fest:

HotkeyHalten Sie <Strg+Shift> und klicken Sie auf den Pfeiler in der Höhe, wo Sie die orange-farbene Linie setzen möchten.

In der folgenden Abbildung sehen Sie, wie das Setzen einer Abgrenzungslinie die Pfeilerform beeinflusst.

Links: Zylindrische Form (Standard).

Rechts: Eine orangene Abgrenzungslinie wurde durch <Strg+Shift+Klick> eingefügt. Der Bereich über der Linie ist nun ausgeblockt und folgt der Einschubachse (in der Abbildung grün dargestellt).

Pillar-blockout.png

WarningDer Min. pillar angle (Minimaler Pfeilerwinkel), den Sie im Tab Advanced (Erweitert) einstellen können, wird nur oberhalb der Linie angewendet.


Erweiterung der Stegprofilbibliothek

WarningWir empfehlen Ihnen, nur die vorhandene Stegbibliothek zu verwenden. Es ist zwar möglich, die Stegbibliothek eigenständig wie unten beschrieben zu erweitern, das Hinzufügen unbrauchbarer Formen oder Meshs kann aber zu Problemen führen. Es ist nicht garantiert, das mit eigens hinzugefügten Formen korrekt gearbeitet werden kann. Der technische Support ist nicht zuständig für inoffizielle Erweiterungen der Stegbibliothek. Die folgenden Anweisungen richten sich an erfahrene Nutzer von industrieller CAD-Software, wie etwa SolidWorks.

Zusätzlich zu den XML-basierten parametrischen Formdefinitionen in den .barProfile-Dateien unter DentalCADApp\library\bar kann die Stegbibliothek durch STL-Dateien ergänzt werden, wenn die Meshs bestimmte Anforderungen erfüllen.

Die Meshs müssen folgendermaßen ausgerichtet sein:

  • Okklusale Richtung: Y
  • Richtung des Stegs: Z
  • Linguale Richtung: X
  • Empfohlene Seitenlänge der Dreiecke: 10µm

Gehen Sie folgendermaßen vor:

Addprofile.png

  • Klicken Sie auf Open Directory [1] (Verzeichnis öffnen)
  • Wählen Sie "*.stl;*.off;*.obj;*.sdfa;*.csfda" im Dropdown-Menü [2] und klicken Sie auf Open (Öffnen).
  • Es öffnet sich ein Fenster, in dem Sie wählen können, ob Sie das Profil fest anlegen möchten oder ob es konfigurierbar sein soll.
  • Überprüfen Sie den resultierenden Steg. Falls das Ergebnis Sie nicht zufrieden stellt, bearbeiten Sie die STL-Datei, indem Sie z.B. andere Exporteinstellungen verwenden, die Ausrichtung ändern o.Ä. Versuchen Sie dann nochmals, die STL-Datei zu laden.
  • Klicken Sie auf Save [3] (Speichern), um das Profil im Format .barProfile zu speichern.
TipWenn Sie die .barProfile-Datei unter DentalCADApp\library\bar, taucht das Profil beim nächsten Start des Stegmoduls automatisch in der Profilliste auf.