Aufträge für individuelle Zähne festlegen

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Durch das Anklicken eines Zahns im DentalDB-Hauptfenster können Sie den Restaurationstyp für diesen Zahn festlegen. Es erscheint der folgende Dialog:

Defining Jobs for individual teeth - PIC (2) shrunk.png

Die Restaurationstypen

Zuerst wählen Sie Art der Restauration auf der linken Seite [1]. Die folgenden Typen sind verfügbar (die Liste kann abhängig von Ihrer Konfiguration und den von Ihnen erworbenen Zusatzmodulen variieren):

  • Kronen/Käppchen
    • Anatomische Krone - Eine Vollkrone.
    • Anatomisches Käppchen - Ein Käppchen, das aus der vollanatomischen Form generiert wird (es wird eine Reduktion benutzt, um Platz für die keramische Verblendung zu schaffen). Zuerst wird die anatomische Form konstruiert, danach wird auf Käppchengröße geschrumpft. Mit dem „Schrumpfen“-Balken wird die Stärke des Schrumpfens (d.h. die gewünschte Dicke der Keramikverblendung) eingestellt.
    • Offset-Käppchen - Ein einfaches Käppchen mit einer festen Materialdicke über der Stumpfpräparation. Wir raten davon ab, diesen Typ zu verwenden - „anatomisches Käppchen“ ist gewöhnlich die bessere Wahl, da hier die Höcker anatomisch unterstützt werden.
    • Überpresskrone - Eine Restauration aus zwei Teilen, bei der das Gerüst als anatomisches Käppchen konstruiert wird. Zusätzlich kann dann die vollanatomische Teilrestauration in Wachs oder PMMA gefräst werden, sodass man diese Teile als auszubrennende Pressformen einbetten kann.
    • Provisorische Krone - Eine hohle Krone mit externer Oberfläche abhängig vom vollanatomischen Design.
    • Preform-Krone - Ein spezieller Prozess, in dem nicht-standardmäßige Fräsrohlinge verwendet werden, die eine schnelle Fertigung einzelner Kronen gewährleisten.
  • Brückenglieder
    • Anatomischer Pontic - ein vollanatomischer Pontic
    • Reduzierter Pontic - zuerst wird die vollanatomische Form konstruiert, mit cutback-Technik wird darauf die Oberfläche reduziert.
    • Überpresspontic - Ein zweiteiliger Pontic, bestehend aus einem Rahmen und einem vollständigen Überpressteil.
    • Provisorischer Pontic -
  • Inlays/Veneers
    • Inlay/Onlay - vollanatomisches Inlay oder Onlay.
    • Inlayschale - Ein Inlaygerüst mit fester Materialst Stärke.
    • Veneer – Eine Venner-Restauration über einem präparierten Zahn (vollanatomisch).
  • Vormodellation
    • Waxup - Digitales Kopierfräsen eines gescannten Teils.
    • Waxup Reduziert - Digitales Kopierfräsen eines gescannten Teils, mit Reduktion für Keramikverblendung.
    • Waxup-Pontic - Eine volle Kontur aus dem anatomischen Waxup über einem fehlenden oder gezogenen Zahn.
  • Primärtechnik
    • Stegpfosten - der Teil des Steges, der mit dem Implantat verbunden ist.
    • Stegsegment - der Teil des Steges, der die Stegpfosten miteinander verbindet.
    • Primärgeschiebe -
    • Primärteleskop - Primärteil für herausnehmbare Strukturen (teleskopische Kronen).
  • Aufbissschienen
    • Aufbissschiene - ein herausnehmbares Teil, um Bisse zu vergrößern oder zu korrigieren, kann für Night-Guards und Sport-Guards verwendet werden.
    • Aufbissschiene (fehlender Zahn) - für Aufbissschienen zu verwenden, wenn ein fehlender Zahn mit Aufbissschienenmaterial abgedeckt werden soll.
  • Restzahnbestand
    • Antagonist - definieren Sie diesen im Gegenkiefer Ihrer Restauration, um einen Scan des Gegenkiefermodells zu verwenden. Wichtig: Sie müssen ebenfalls den Typ des Gegenkieferscans festlegen (Bissregistrat, Scan der Gipsmodelle - [8] im Hauptfenster)
    • Nachbarzahn - ein gesunder Zahn, der gescannt aber nicht restauriert wird.
    • Fehlender Zahn - ein fehlender Zahn, der nicht restauriert werden soll. Sie müssen diesen definieren, wenn Sie Verbindungsstücke zwischen Zähnen anbringen möchten, die normalerweise nicht nebeneinander liegen. Wenn Sie z.B. eine Brücke mit den Zähnen 14-16-17 erstellen möchten, definieren Sie 15 als fehlenden Zahn.


HotkeySehr oft beinhaltet ein Auftrag mehrere gleiche Restaurationstypen. Sie müssen den oben beschriebenen Dialog nicht für jeden einzelnen Zahn öffnen – legen Sie die Details des mehrfach anzuwendenden Restaurationstyps für einen Zahn fest, schließen Sie den Dialog, halten Sie die <Strg> Taste gedrückt, und klicken Sie auf die anderen Zähne, um für diese die selben Einstellungen zu übernehmen. Halten Sie <Shift> gedrückt, um die Einstellungen über eine ganze Zahnreihe auf einmal übernehmen zu können (Verhalten ähnlich wie bei der Dateimarkierung im Windows-Explorer).

Auswahl der Herstellungsmethode

Als nächstes wählen Sie die Herstellungsmethode [2]. Typischerweise können Sie zwischen 3/4-Achs-Fräsen oder 5-Achs-Fräsen/Laserschmelzen auswählen. Der Hauptunterschied liegt darin, dass für 3/4-Achs-Fräsen eine einheitliche Einschubrichtung für alle Brückenelemente vorhanden sein muss. Die genaue Beschreibung in der Dropdown-Box [2] hängt von Ihrer Konfiguration ab; beispielsweise kann hier die Wahl zwischen Herstellung vor Ort oder via Fräszentrum möglich sein. In einigen Konfigurationen ist die Auswahlbox [2] gar nicht vorhanden.

Materialauswahl

Nun wählen Sie das Material [3]. Es werden Produktionsparameter entsprechend des Materials eingestellt (Minimal- und Maximumwerte). Beachten Sie, dass die Materialauswahl davon abhängt, welchen Konstruktionstyp und welche Herstellungsmethode Sie verwenden.

WarningWechseln Sie nicht das Material, wenn Sie den Konstruktionsprozess schon vollzogen haben oder planen, eine zuvor gespeicherte CAD-Szene zu verwenden - die materialspezifischen Ausgabedaten werden dann nicht der veränderten Situation angepasst.

Weitere Einstellungen auswählen (Implantatkonstruktion; zusätzliche Scans)

Wenn Sie das Material ausgewählt haben, gibt Ihnen der rechte Teil des Dialogs ggf. weitere Möglichkeiten zur Einstellung weiterer Details:

  • Separater Situ-Scan [4] (ja/nein): Wählen Sie, ob Sie einen separaten Situ-Scan für diesen Zahn verwenden möchten.
  • Separater Gingiva-Scan (ja/nein): Wählen Sie, ob Sie einen zusätzlichen Scan für die Gingiva-Maske verwenden möchten.

Die veränderten Werte werden mit hellblauen Hintergrund angezeigt; somit ist eine Unterscheidung zu den Standardeinstellungen gegeben.

Einstellen von numerischen Parametern, Speichern von zahnarztspezifischen Standardwerten

Weiterhin können numerische Parameter eingestellt werden. Alle numerische Parametereinstellungen, die Sie in der DentalDB vornehmen, werden zu den neuen Standardeinstellungen für die ausgewählte Zahnarzt/Material/Konstruktionstyp-Kombination. Wenn beispielsweise der Standardwert 0,05 mm für den Zementspalt festgelegt ist, aber ein bestimmter Kunde eine lockerere Passung bevorzugt, können Sie einen höheren Wert, beispielsweise 0,08 mm, einstellen. Dies wird dann als neuer Standardwert verwendet, wenn beim nächsten Mal genau diese Kombination von Konstruktionstyp/Material für den betreffenden Zahnarzt ausgewählt wird. Um diese Eigenschaft zu verdeutlichen, wird eine Farbcodierung für den Hintergrund des Schiebers verwendet:

  • Roter Hintergrund (wie es im Screenshot oben gezeigt ist): Sie haben gerade den Parameter verändert und diese Veränderung wird der neue Standardwert.
  • Gelber Hintergrund: Dieser Wert wurde zuvor verändert und Sie benutzen nun den gespeicherten Standardwert.
  • Weißer Hintergrund: Der angezeigte Wert ist der globale Standardwert und nicht die zahnarztspezifische Einstellung.
TipUm Parameter für eine einzige Konstruktion anzupassen, ohne den zahnarztspezifischen Standardwert zu beeinflussen, stellen Sie den entsprechenden Wert während des CAD-Prozesses ein, und nicht in der DentalDB.
Um alle gespeicherten Standardwerte für einen Zahnarzt zurückzusetzen, benutzen Sie den „Kundenspezifische Daten löschen“ Button im Bereich Kunde bearbeiten [2] im Hauptfenster.

Den Dialog schließen

Um Ihre Einstellungen zu bestätigen, klicken Sie "OK". Um die Veränderungen zu verwerfen, klicken Sie "Clear". Um eine Einstellung für einen Zahn zu löschen, die Sie fälschlicherweise gemacht haben, klicken Sie ebenfalls "Clear" und dann auf "OK".

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