Die Innenseite ("Lumen") der Krone gestalten

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Dieser Schritt beinhaltet das Design des Lumen der Krone/Inlays – der Teil, der in Kontakt mit der Präparationsfläche steht und deshalb äußerst wichtig für die richtige Passung ist. Falls Sie unzufrieden mit der Passung Ihrer produzierten Teile sind, sollten Sie hier einen näheren Blick auf mögliche Parameterveränderungen werfen.

Der Zementspalt

Crown Bottoms - GAP window ADDITIONAL SPACING - PIC.png

Sie können die Stärke des Zementspalts mit dem Schieber Thickness [1] (Dicke) einstellen. Der voreingestellte Wert entspricht der im DentalDB-Modul vorgenommenen Einstellung. Änderungen, die Sie hier vornehmen, werden nur auf die aktuelle Konstruktion übernommen (im Gegensatz zu Änderungen im DentalDB Modul, die dann als neue Standardwerte beim ausgewählten Zahnarzt gelten). Bewegen Sie den Schieber Thickness [1] (Dicke), um die Stärke des Zementspalts zu ändern – Änderungen werden in Echtzeit angepasst, deshalb können Sie die Auswirkungen Ihrer Aktion sofort sehen. Der Schieber Start [2] definiert den Start des Zementspalts in Bezug zur Präparationsgrenze in Millimetern. Wenn Sie also einen Wert von 1 mm auswählen, wird die Fläche im Bereich von 1 mm um die Präparationsgrenze keinen Zementspalt haben. Auf demselben Weg können Sie das Ende des Zementspalts mit dem Schieber End [3] (Ende) festlegen, um im okklusalen Bereich der Krone eine Fläche ohne Zementspalt zu definieren. Der Pfeil zeigt Ihnen wieder die Einschubachse.

Zusätzlicher Abstand

Beim Öffnen des Expanders "Additional Spacing" (Zusätzlicher Abstand) bekommen Sie Zugang zu den Optionen [4] und [5], mit denen Sie okklusal und approximal zusätzliche Abstände zwischen Zahnstumpf und Restauration schaffen können.

  • Dies kann separat in X/Y [5] (mesial/distal)-Richtung definiert werden, und okklusal mit dem Schieber [4].
  • Zusätzlicher Abstand wirkt sich auch auf den Bereich aus, in dem kein Zementspalt definiert wurde.
  • Zusätzlicher Abstand wird ebenfalls im Bereich mit definiertem Zementspalts hinzugefügt.
TipJe höher die Werte hier eingestellt werden, desto lockerer wird die Passung sein. Sie können auch negative Werte einstellen, um die Passung straffer zu gestalten. Der Versuch, die Passung mithilfe der zusätzlichen Abstände zu verbessern, ist ein Workaround und keine Lösung. Ein gut eingestelltes CAM-System sollte in der Lage sein, gute Passungen mit dem Nullwert der zusätzlichen Abstandsfunktion zu erzeugen.

Gestaltung des Kronenrands

Der zweite Reiter des Kronenbödendialogs ermöglicht Ihnen, mit Parametern die Form des Kronenrands zu gestalten. Die Grafik unten im Dialogfeld zeigt Ihnen eine Darstellung, wie die Schieber 1. bis 4. zu verstehen sind.


Crown Bottoms - BORDER - PIC.png

1. Horizontal definiert die horizontale Kronenrandbreite. In der Regel erfordern bestimmte Materialeigenschaften bestimmte Limits. Für Zirkon beispielsweise gilt üblicherweise ein Minimum von 0,2 mm.

2. Angled (Angewinkelt) definiert die Länge der abgewinkelten Kante am Kronenrand. Diese Kantenlänge ist standardmäßig auf Null gesetzt.

3. Angle (Winkel) definiert den Winkel des angewinkelten Teils.

4. Vertical (Vertikal) definiert eine zusätzliche vertikale Kante. Standardmäßig ist diese auch mit dem Nullwert versehen.

5. Below margin (Unterm Rand) definiert den absoluten Abstand aller eingezeichneten Grenzpunkte (die linke Seite von Linie 1) in der Einschubrichtung.


Umgang mit Unterschnitten

Im dritten Reiter des Kronenbödendialogs kommen Sie zu den unterschnittbezogen Optionen.


Crown Bottoms - UNDERCUTS - PIC.png


Unterschnitte in der Präparation werden standardmäßig ausgeblockt, außer Sie stellen dies ab, indem Sie die Checkbox Don't block out undercuts [1] (Unterschnitte nicht ausblocken) aktivieren.

Ein bestimmter (kleiner) Winkel kann zum Ausblocken von Unterschnitten verwendet werden, der mit dem Regler Angle [2] (Winkel) definiert wird. Standardmäßig wird ein Wert von Null verwendet, was bedeutet, dass Unterschnitte senkrecht ausgeblockt werden.

Der Schieber Size [3] (Größe) definiert "unantastbare Bereiche" um die Präparationsgrenze herum, an denen die Krone nicht ausgeblockt wird, auch wenn der Bereich sich in einem Unterschnitt befindet.

Wir werden die Auswirkung dieser Option mit einem Beispiel zeigen. Schauen Sie sich die beiden Bilder unten genauer an (für diesen Zahn haben wir absichtlich eine falsche Einschubachse festgelegt, um das Problem zu verdeutlichen).


Dcad 05.jpgDcad 06.jpg


Die linke Grafik zeigt Ihnen das Verhalten von "Don't block out zone near prepline" (Bereich um Präp.linie nicht ausblocken) bei einer Parametereinstellung von 1 mm . Beachten Sie, dass der obere Teil ausgeblockt wurde, aber sobald der unberührbare Bereich erreicht wird, der Kronenboden zurück an die Präparationsgrenze geht (Anmerkung: Diese Art von Restauration kann nicht mit 3-Achs-Fräsen gefertigt werden). Die rechte Grafik zeigt Ihnen das Verhalten mit "Don't block out zone near prepline" (Bereich um Präp.linie nicht ausblocken) auf Null gesetzt. Wie Sie sehen können, hat der Kronenrand keinen Kontakt zur Präparationsgrenze. In beiden Fällen ist das Ergebnis unbefriedigend und die Restauration wird zusätzliche manuelle Arbeit erfordern (Ausblocken vor dem Scannen, manuelles Nachfräsen oder Keramik aufbrennen), um die richtige Passung zu bekommen. Es liegt in der Hand des Anwenders, zu entscheiden, welche Option die beste Entscheidung im individuellen klinischen Fall darstellt.

TipWenn Sie an dieser Stelle der Konstruktion feststellen, dass die Einschubachsen nicht optimal sind, dann können Sie dies einfach lösen:
Mit einem Rechtsklick auf den Zahn, dessen Einschubachse geändert werden soll, und Auswahl von "Set insertion direction" (Einschubrichtung festlegen...) im sich öffnenden Dialog können Sie die Einschubrichtung durch das Rotieren der Aufsicht in Richtung der Einschubachse und anschließendem Klicken auf "Set current view as insertion axis" (Blickrichtung → Einschubrichtung) festlegen.

Im dritten Reiter des Kronenbödendialogs können Sie auch Parameter für die Fräserradiuskorrektur ändern. Wenn Sie ein Material zum Fräsen ausgewählt haben, wird die Checkbox Anticipate milling [4] (Fräsen vorbereiten) standardmäßig aktiviert. Mit dem Regler Diameter [5] (Durchmesser) können Sie den Durchmesser des Fräsers auswählen. Es ist vorteilhaft, einen Wert zu wählen, der geringfügig größer ist als der Durchmesser des Fräsers, den Sie verwenden - wählen Sie beispielsweise 1,2 mm, wenn Sie mit einem 1 mm Fräser fertigen.

TipBerücksichtigen Sie den Durchmesser des kleinsten Fräsers, der benutzt werden soll. Der Durchmesser des gröbsten Fräsers ist hier nicht von Interesse.

Einige Parameter, die Sie in diesem Fenster auswählen können, werden nicht in Echtzeit umgesetzt, da dies sehr rechenintensive Operationen benötigt. Klicken Sie Apply [7] (Anwenden), um die Auswirkung Ihrer Parameteränderungen zu sehen. Um die übrig gebliebenen Unterschnitte zu visualisieren (beispielsweise aufgrund der Benutzung von "Bereich um Präp.linie nicht ausblocken"), klicken Sie den Button Show undercuts [6] (Unterschn. anz.).

Alles erledigt? Dann klicken Sie auf "Next" (Weiter), um mit dem nächsten Schritt fortzufahren.